Was bedeutet eigentlich On-Premise?

Falls Sie sich noch nicht (im Detail) mit dem Thema auseinandergesetzt haben:

Beim On-Premise-Modell kaufen oder mieten Sie die Software. Diese betreiben Sie dann eigenverantwortlich in Ihrem unternehmensinternen Rechenzentrum oder auf angemieteten Servern eines externen Rechenzentrums. Bei dieser Hosting-Form besitzen Sie die Software, um sie den Anwendern im Unternehmen bereitzustellen.

Und Cloud-Computing?

Wenn Sie sich für die Cloud entscheiden, beziehen Sie Ihre Software als Dienstleistung. Daher kommt auch der Name Software-as-a-Service (SaaS). Hardware, Betriebs- und Infrastrukturkosten sowie der Wartungsaufwand liegen dabei vollständig bei Ihrem Cloud-Anbieter. Meist schließen Sie den Vertrag mit Ihrem Anbieter für einen festgelegten Zeitraum ab.

Das On-Premise-Modell hat durchaus seine Stärken. Lassen Sie uns nun jedoch einen Blick auf die Vorteile werfen, die Ihnen die Cloud bietet. Was hat sie zu bieten, was On-Premise nicht kann?

Einfach erklärt

Diese Vorteile genießen Sie,
wenn Sie Cloud-Dienste nutzen:

1. Einfacher Zugriff und unkomplizierte Kommunikation – egal, wo Sie gerade sind

Vom Tablet aus arbeiten? Oder sogar vom Smartphone auf Ihre Software zugreifen? Wenn Sie eine Cloud-Lösung nutzen, ist es egal, ob Sie an Ihrem Arbeitsplatz im Büro oder unterwegs in der Bahn sitzen. Sie können sich von überall aus in Ihr System einloggen, Vorgänge abarbeiten und auch mit Ihren Kolleginnen und Kollegen kommunizieren. Die Voraussetzung dafür ist ein funktionierender Internetzugang.

2. Remote Work: Im Team zusammenarbeiten, ohne dass die Effizienz leidet

Diese Stärke der Cloud wurde Unternehmen auf der ganzen Welt während der Corona-Krise wohl besonders bewusst. Hier musste die Zusammenarbeit im Team auch funktionieren, als die einzelnen Teammitglieder jeweils in ihren eigenen Vier Wänden saßen – und nicht an einem zentralen Ort, sprich im Büro. Das gelang den meisten Unternehmen dank File-Sharing und modernen Kommunikationstools, wie etwa Microsoft Teams.

Microsoft Teams bietet reichlich Möglichkeiten zur Personalisierung, zum Beispiel die beliebte Hintergrundfunktion, die dafür sorgt, dass Ihre Privatsphäre trotz Video-Call vom eigenen Wohnzimmer aus erhalten bleibt.

3. Individuelle und präzise Kostenplanung: Turnusmäßige Gebühren statt hoher Anfangsinvestitionen

Hohe einmalige Investitionskosten, um eigene Server anzuschaffen oder Software lokal zu installieren, fallen bei der Cloud weg. Stattdessen zahlen Sie monatlich oder jährlich Gebühren für die Cloud-Services, welche Sie in Anspruch nehmen. Auf diese Weise können Sie Ihre individuellen Kosten sehr präzise planen.

4. Hohe Flexibilität und Skalierbarkeit durch passgenaue Preismodelle

Und wie sieht es mit dem Preis aus? Hier haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Preismodellen, die sich passgenau auf Ihren Bedarf zuschneiden lassen:

  1. Pay-per-Use: Der Name verrät es schon. Dabei zahlen Sie nur die Cloud-Ressourcen, die Sie tatsächlich verwendet haben bzw. verwenden werden. Diese Option bietet sich vor allem für kleinere Unternehmen an, die schwer vorhersagen können, welche Cloud-Ressourcen sie in der nächsten Zeit benötigen werden. Durch die Skalierbarkeit des Pay-per-Use-Modells sind sie dann vollkommen flexibel und können je nach aktuellem Bedarf Kapazitäten hinzubuchen – oder abbuchen.

  2. Reserved: Wenn Sie eine Anwendung – zum Beispiel eine Website – dauerhaft in der Cloud betreiben und daher regelmäßig eine feste Kapazität benötigen, wäre das Pay-per-Use-Modell auf die Dauer jedoch nicht wirtschaftlich. Hier bietet sich das Reserved-Modell an, bei dem Sie sich für einen festgelegten Zeitraum einen bestimmten Cloud-Speicher reservieren. Sie können das etwa mit einem Bahnticket vergleichen: Pendler, die jeden Tag mit der Bahn zur Arbeit fahren, nutzen ein Monatsticket anstatt sich immer wieder einzelne Tagestickets zu kaufen. Hier profitieren Kunden dann ebenso wie beim Reserved-Modell von Preisnachlässen und haben durch die gleichbleibenden Kosten die volle Kontrolle über ihre Ausgaben.

  3. Kombination aus Pay-per-Use und Reserved: Sie gehören zu den Unternehmen, die eine Basiskapazität benötigen und für zeitlich begrenzte Projekte oder je nach Saison immer wieder zusätzlichen Speicherbedarf haben? Dann haben Sie die Möglichkeit, beide Preismodelle zu kombinieren. So können Sie dann „on demand“ zusätzliche Cloud-Kapazitäten hinzubuchen.

5. Den Kopf frei für andere To-dos dank Software, die sich automatisch aktualisiert

Beziehen Sie beispielsweise Ihre Office-Anwendungen Word, Excel oder PowerPoint über eine Cloud, können Sie sicher sein, dass die Software immer auf dem aller neusten Stand ist. Denn der Hersteller spielt die regelmäßigen Updates im Hintergrund für Sie auf. Unternehmen, die ihre Software über eine lokale Installation eingerichtet haben, müssen dagegen auf kostenpflichtige Upgrades zurückgreifen – es sei denn, sie begnügen sich mit Altversionen. Das sollte jedoch wirklich nicht Ihr Ziel sein.

6. Hohe Datensicherheit: Ausgefeilte Security-Konzepte auf Basis langjähriger Erfahrung

Immer wieder stellen sich Unternehmen die Frage, ob ihre Daten in einer Cloud auch wirklich sicher aufgehoben sind. Die Frage ist aber eigentlich eine andere: Sind Sie wirklich so von sich überzeugt, dass Sie sich dem Software-Riesen Microsoft in Sachen Sicherheitskonzept überlegen fühlen und es sich zutrauen, Ihre Daten komplett eigenverantwortlich lokal zu hosten?

Wenn Sie ehrlich sind, wäre das schon fast überheblich, oder? Microsoft kann langjährige Erfahrung und die Kompetenz seiner erstklassigen Security-Experten vorweisen und so dafür sorgen, dass Ihre Daten optimal geschützt sind. Der Konzern beschäftigt allein 3.500 Ingenieure, die sich auf Cybersicherheit spezialisiert haben. Außerdem investiert Microsoft jährlich eine Milliarde Dollar in die Verbesserung der Cybersicherheit. Eine stolze Summe!

7. Ressourcen sparen durch eine schlanke IT-Abteilung

Last but not least: Mit der Cloud sparen Sie zudem Personalkosten. Während lokale On-Premise-Lösungen von Ihren eigenen Mitarbeitenden betreut werden müssen, können sich Ihre Mitarbeitenden bei der Cloud-Nutzung dem Kerngeschäft widmen.

Oder ist eine Hybrid-Lösung die Lösung?

Es lohnt sich demnach durchaus, als On-Premise-Nutzer über einen Wechsel zur Cloud nachzudenken.

Wenn Sie sich dennoch nicht zwischen den beiden Hosting-Varianten entscheiden können oder möchten, gibt es noch die Hybrid-Lösung. Dabei befindet sich Ihre Software zwar in der Cloud, die Daten liegen aber auf Ihren eigenen Servern. Sprich: Besonders sensible Daten und Anwendungen hosten Sie weiterhin intern. Die weniger sensiblen Prozesse werden in der Cloud aufbewahrt.

Bei der hybriden Lösung machen Sie sich also die Vorteile von On-Premise zunutze. Eigene Server brauchen Sie dennoch nicht – die Cloud-Infrastruktur reicht dafür aus.

Es gibt nicht nur die Cloud

Cloud-Dienste lassen sich noch weiter kategorisieren – je nachdem wie die Anwender sie nutzen und wie Unternehmen sie bereitstellen. Beispiele sind neben der Hybrid Cloud die Public Cloud und die Private Cloud.

Azure: Microsofts Cloud-Plattform mit Rechenzentren in Deutschland

Azure ist Microsofts Cloud-Computing-Plattform. Ihre Cloud-Dienste werden den Anwendern über ein weltweites Rechenzentren-Netzwerk bereitgestellt – in mehr als 60 Regionen und über 140 Ländern. Seit 2016 gibt es auch in Deutschland zwei Rechenzentren: in Frankfurt am Main und in Magdeburg. Früher befand sich die nächstgelegene Azure-Region für deutsche Kunden noch in den Niederlanden.

Wenn Sie aktuell mit On-Premise arbeiten, aber vorhaben, auf die Cloud umzusteigen, beraten wir Sie bei diesem Schritt gerne.