Industrie 4.0: ERP-Systeme managen Ihre Daten

ERP-Lösungen führen Daten und Informationen im Unternehmen übergreifend zusammen und verwahren sie langfristig. Gerade Technologien und Verfahren mit Blick auf Industrie 4.0 sind dafür bekannt, eine riesige Menge an Daten zu produzieren. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf Markt, Kunden, Produkten, Fertigung und Logistik.

Diese Daten müssen intelligent verarbeitet, verwaltet und anderen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Das ist ja die ureigene Aufgabe von ERP-Systemen. Bedeutet: Die Fähigkeit mit Industrie 4.0-Technologien im Einklang zu arbeiten, ist heute ein wichtiges Kriterium, das Sie bei der Auswahl Ihrer ERP-Software unbedingt berücksichtigen sollten.

Damit Ihr ERP-System möglichst reibungslos mit diesen Anwendungen und Technologien interagiert, sollten Sie eine ERP-Software wählen, die bereits in ein bestehendes Netzwerk von Industrie 4.0-Technologien und -Diensten eingebettet ist. Moderne ERP-Lösungen wie Dynamics 365 Business Central erfüllen diese Voraussetzung. Business Central wird von Microsoft angeboten, einem der weltweit größten Provider von Industrie 4.0-Technologien. Der Software-Riese kann sich mit seinem schnell wachsenden innovativen Portfolio durchaus sehen lassen.

Auswahl Ihres ERP-Systems: Legen Sie den Fokus auf Industrie 4.0

Ein ERP-System ist kein Kurzzeitprojekt. Meistens handelt es sich dabei um eine Investition für viele Jahre. Es versteht sich somit von selbst, dass Sie Ihre Wahl sorgfältig treffen sollten. SaaS-basierte ERP-Systeme eignen sich in vielen Fällen besonders gut um Industrie 4.0-Initiativen in Ihrem Unternehmen voranzutreiben. Bei der Auswahl von SaaS-ERP-Systemen gibt es jedoch einige Punkte zu berücksichtigen.

Auch nicht ganz unwichtig: Achten Sie darauf, dass der ERP-Hersteller eine detaillierte Produkt-Roadmap bereitstellt. Microsoft hat für das ERP-System Dynamics 365 Business Central eine Website eingerichtet, auf der Sie alle wichtigen Eckdaten einsehen können.

Im Folgenden stellen wir Ihnen drei Bereiche vor, in denen ERP-Systeme und Industrie 4.0-Technologien im Unternehmen ganz besonders aufeinander angewiesen sind.

1. Predictive Maintenance: ERP-Software verwaltet die Wartung

Was verbirgt sich hinter Predictive Maintenance? Übersetzt heißt das „vorausschauende Wartung“. Damit ist es möglich, Anlagen, Maschinen und Geräte innovativ zu reparieren und zu warten.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Im Kern werden die einzelnen Bestandteile der Anlagen und Maschinen mit Sensoren ausgestattet. Diese übermitteln aktuelle Daten über den technischen Zustand der jeweiligen Anlagen und Maschinen sowie deren Bestandteile. Dadurch können Sie Wartungen oder Reparaturen zu günstigen Zeitpunkten durchführen. Und zwar nur dann, wenn sie auch wirklich notwendig sind. Teure oder schwer austauschbare Einzelteile und Komponenten lassen sich dadurch bis zum Ende ihres Lebenszyklus betreiben und müssen nicht schon vorher vorsorglich ausgetauscht werden. Auch eine teure Sonderbeschaffung – wie etwa bei unerwarteten Ausfällen – fällt dann weg.

Eine ERP-Software übernimmt den BWL-Part der Predictive Maintenance. Mit vielfältigen Funktionen: Sie erstellen damit Wartungsaufträge, bestellen Ersatzteile, koordinieren Service-Termine, stellen am Ende Rechnungen aus und erfassen eingegangene Zahlungen. Predictive Maintainance ist Teil der Technologien und Dienste, die Microsoft im Rahmen seiner Smart Factory-Initiative anbietet. Die entsprechenden IoT-Technologien und -Services werden über Azure IoT bereitgestellt.

Fazit: Die Technik ist besser verfügbar und Sie zahlen langfristig weniger für Wartungen.

2. 3D-Druck: ERP-System organisiert die Herstellung von Teilen

Auch von 3D-Druck haben Sie mit Sicherheit schon gehört oder vielleicht sogar damit zu tun gehabt. Falls nein: Das ist eine Herstellungstechnologie, bei der das Material Schicht für Schicht aufgetragen wird. So entstehen dreidimensionale Gegenstände.

Aus der Sicht eines Unternehmens hat das große Vorteile. Die Teile, die Sie für Reparatur oder Produktion benötigen, müssen Sie nicht mehr mit endlos langen Lieferzeiten bestellen. Denn diese können jetzt in Ihrem Unternehmen selbst oder vom spezialisierten Geschäftspartner schnell hergestellt werden. Das bietet langfristig ein großes Potenzial, Zeit und Kosten zu sparen. Auch lassen sich auf diese Weise viele Individualanfertigungen realisieren. Und es ist oft nicht mehr nötig, Unmengen an Teilen oder Komponenten auf Vorrat zu produzieren oder in großen Stückzahlen einzukaufen.

Was hat das ERP-System damit zu tun? Das liefert Ihnen eine unternehmensweite Übersicht über fehlende, mangelhafte oder beschädigte Teile, die mittels 3D-Druck hergestellt werden sollen. Anschließend können Sie die Fertigung dieser Teile anhand der Liefertermine bzw. der Dringlichkeit priorisieren – die Daten dazu befinden sich ebenfalls in der ERP-Software. Darüber hinaus können Sie die Bestellung für ein bestimmtes Teil aus dem ERP-System direkt zu Ihrem 3D-Drucker oder dem des Lieferanten weiterleiten. Die ERP-Software übernimmt auch die Abrechnungsmodalitäten.

Fazit: Sie sparen langfristig enorm viel Zeit und Kosten und können einfacher individuelle Produkte herstellen.

3. Blockchain: ERP-Software sorgt für mehr Automatisierung

Eine Blockchain ist im Grunde eine Liste von Datensätzen bzw. Datenblöcken, die miteinander verkettet sind. Und die ständig und beliebig durch neue Datensätze erweitert werden können. Sie werden unveränderbar und dezentralisiert an mehreren Orten gespeichert. Mit einem großen Vorteil: Alle Beteiligten können Veränderungen und Aktualisierungen der Daten in Echtzeit nachverfolgen.

Das verschafft Ihnen Sicherheit und sorgt für Zuverlässigkeit. Viele Vorgänge und Transaktionen laufen damit automatisiert ab. Sie müssen sie dann nicht mehr manuell überprüfen und freigeben. Intelligente Verträge – auch Smart Contracts – lassen sich dann automatisch nach festgelegten Regeln ausführen.

Es kommt dann nicht mehr so häufig zu Konflikten aufgrund von fehlenden, mehrdeutigen oder falschen Informationen. Etwa bei der Rechnungsstellung, in der Lieferkette oder bei Retouren. Alle Beteiligten haben Zugang zu den gleichen Daten und Informationen. Sie können sich über eine bestimmte Transaktion unabhängig und echtzeitnah informieren.

In diesem Zusammenhang rückt das Stammdatenmanagement in den Vordergrund. Denn korrekte und vollständige Stammdaten sind essentiell dafür, dass Blockchain-Transaktionen reibungslos ablaufen. Egal ob es dabei um Kunden, Produkte oder Lieferanten geht. Daher sollten Sie Ihr Stammdatenmanagement überprüfen und gegebenenfalls verbessern. Vor allem wenn Sie mit einem SaaS-ERP-System arbeiten.

Wenn Sie sich für Produkte der Dynamics 365-Reihe entscheiden, etwa für die ERP-Software Business Central, haben Sie Zugriff auf viele spezifische Blockchain-Services durch den Azure Blockchain-Dienst.

Fazit: Ihre Prozesse werden transparenter, zuverlässiger und planbarer.

Ihr ERP-System als Rückgrat von Industrie 4.0

Was sollten Sie nun im Hinterkopf behalten? Sie können Industrie 4.0-Technologien auf lange Sicht nur in Kombination mit einem modernen ERP-System erfolgreich nutzen. Es ist praktisch das Rückgrat von Industrie 4.0 und Digitalisierung im Unternehmen. Und ohne Rückgrat ist man bekanntlich anfällig, krumme Wege zu gehen. ;-)

Wenn Sie diesen Aspekt bei Ihrer Entscheidung beherzigen, sollten Sie einen ERP-Hersteller mit einem umfangreichen Netz an Industrie 4.0-Technologien und -Services wählen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen einfach auf möglichst viele Industrie 4.0-Technologien aus erster Hand zugreifen kann. Gemessen an diesen Kriterien ist Microsofts Dynamics 365 Business Central ein Topkandidat.