Plug-and-Play: Neue Hardware direkt nutzen – ohne aufwendiges Einrichten

Kennen Sie die Situation auch allzu gut? Sie haben sich endlich die neuen Kopfhörer angeschafft, für die Sie monatelang zu geizig gewesen waren, und wollen die nun „mal eben“ mit dem PC, dem Smartphone oder dem Auto verbinden. Doch dann geht das leider doch nicht immer mal eben so. In einigen Fällen müssen Sie erst zusätzliche Software installieren und oft dauert es einige Minuten, bis sich die Geräte gegenseitig erkennen. Manchmal ist das ziemlich umständlich, oder?

Das Ganze gestaltet sich deutlich einfacher, wenn Sie sich Hardware zulegen, die das Plug-and-Play-Prinzip unterstützt. Plug-and-Play lässt sich mit „Anschließen und Loslegen“ übersetzen. Mittlerweile sind viele moderne PC-Schnittstellen und Peripheriegeräte Plug-and-Play-fähig. Schnittstellen wie USB funktionieren nach dem Prinzip.

Nach dem Plug-and-Play-Prinzip können Sie beliebige neue Hardware mit Ihrem PC verbinden, ohne sie zuerst aufwendig zu konfigurieren. So sparen Sie es sich etwa, Gerätetreiber zu installieren oder Extra-Einstellungen vorzunehmen, damit die einzelnen Komponenten miteinander interagieren können.

Wenn das bei Hardware mittlerweile so gut funktioniert – geht das dann nicht auch bei der digitalen Transformation? Schauen wir zunächst einmal, welche Erfolgsfaktoren für das Gelingen Ihres Projekts mitverantwortlich sind.

Diese Aspekte sind am Erfolg Ihres Transformationsprojekts beteiligt

  1. Häufig unterschätzt: Die Projektvorbereitung

    Einen Großteil der erfolgskritischen Entscheidungen treffen Sie schon in der Vorbereitungsphase Ihres Projekts – noch bevor Sie sich entscheiden, mit welchem Lösungsanbieter Sie zusammenarbeiten wollen.

  2. Den richtigen Partner und die passende Lösung finden

    Dann dreht sich erst einmal alles darum, die ERP-Lösung und den Implementierungspartner auszuwählen, mit dem Sie im besten Fall über viele Jahre hinweg kooperieren. Die Auswahl können Sie neben dem klassischen Ausschreibungsprozess auch in Eigeninitiative bewerkstelligen, wenn Sie sich an zentralen Kriterien orientieren.

  3. Einen Ansatz wählen, der bestmöglich zu Ihrer Ausgangssituation passt

    Eine weitere wichtige Frage betrifft den Projektansatz. Ist für Ihr Projekt ein „Big Bang“ sinnvoll, oder ein Vorgehen in „Small Steps“? Während der „Big Bang“-Ansatz im Vergleich zwar oft schneller zu einem Ergebnis führt, birgt er aber auch größere Risiken.

  4. Ihre Mitarbeitenden durchgängig motivieren

    Das Projekt geht alle etwas an. Ihre Mitarbeitenden werden am produktivsten arbeiten, wenn sie die ganzheitlichen Ziele des Projekts kennen und nachvollziehen können. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie in jeder Phase motiviert bleiben, ihr Bestes zu geben und mit allen Teammitgliedern an einem Strang zu ziehen. Sorgen Sie dazu für Transparenz, sichtbaren Mehrwert anhand konkreter Kennzahlen und eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Menschen sind schwieriger „einzurichten“ als Hardware

Wenn sie nicht von den Veränderungen überzeugt sind und denken, dass sie dadurch Nachteile haben könnten, bauen Ihre Mitarbeitenden im Worst Case Widerstände gegen die Digitalisierung auf. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Um Widerstände von Beginn an zu vermeiden, kommt es darauf an, dass Sie ein ganzheitliches Change Management etablieren.

Es reicht nicht, einfach nur eine neue Software einzuführen und Ihre Mitarbeitenden einmalig zu ein paar Anwender-Schulungen zu schicken. Od­er dass Sie Ihre alten Prozesse ungefiltert von lokalen Servern in eine Cloud über­tragen. Denn bei einem Digitalisierungsprojekt müssen die Abläufe, die Arbeitsweise und sogar die Denkweisen im Unternehmen komplett digital werden.

Ihre Digitalisierung erfordert somit viele umfangreiche, teils tiefgreifende Veränderungen, die Sie beim besten Willen nicht von heute auf morgen realisieren können. Die Digitalisierung ist ein Langzeit-Projekt. Dafür sollte jedes Unternehmen eine eigene Digitalisierungsstrategie entwickeln und umsetzen. Ihr Unternehmen muss von der ersten Idee bis zum Einsatz in der Praxis zahlreiche Entwicklungsschritte durchlaufen – und manchmal ganz neue Wege gehen. Die digitale Transformation lässt sich nicht wie ein neues T-Shirt oder ein Paar Schuhe von der Stange kaufen.

Digitale Transformation nach dem Plug-and-Play-Prinzip?

Die Digitalisierung ist ein Projekt, bei dem sämtliche Unternehmensbereiche, Mitarbeitende und auch externe Partner involviert sind – sprich: es betrifft viele verschiedene Personen, die alle unterschiedliche Interessen und IT-Kenntnisse besitzen. Demnach ist hier auch der Faktor Mensch entscheidend. Ihre Mitarbeitenden können den digitalen Wandel entweder voranbringen oder zum Scheitern bringen. Und da kommt es auf viel mehr an, als nur auf die rein technischen Aspekte wie bei Ihrer Hardware – für die es im Zweifel eine Bedienungsanleitung mit ganz genauen Handlungsanweisungen gibt. ;-)

Menschen sind da deutlich „anspruchsvoller“. Daher ist es sehr wichtig, von Anfang an die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen. Und wenn Sie beginnen, Veränderungen ins Leben zu rufen, gehen Sie im Zweifel in kleineren Schritten vor.

Führungskräfte müssen sich dabei auf alle Mitarbeitenden individuell einstellen, anstatt sie einfach über einen Kamm zu scheren. Das heißt: Sie müssen wissen, wer welchen Kenntnisstand besitzt, was bei wem zu Stress führt, wer welche Talente besitzt, wen was motiviert oder auch demotiviert. Sie müssen wissen, wie sie oder er Entscheidungen trifft und wo die bewussten oder auch die unbewussten Ziele liegen.

Unser Fazit lautet: Ihre neuen Kopfhörer können Sie vielleicht nach dem Plug-and-Play-Prinzip auf Ihrem PC nutzen – Ihre Digitalisierung spielt da nicht mit. Digitalisierung kostet Zeit, Geld und Nerven. Mit der Unterstützung durch erfahrene Dienstleister ist sie aber trotzdem einfach zu bewältigen.