Veränderungen, die eine neue ERP-Lösung mitbringt

Eine neue ERP-Lösung hat eine Reihe von Veränderungen im Gepäck. Neben der neuen Benutzeroberfläche ist sie oft auch mit diesen Aspekten verbunden:

  • Neue und modernisierte Geschäftsprozesse
  • Bessere Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen
  • Innovative Ideen für die Interaktion mit der Kundschaft
  • Die Möglichkeit, die Geschäftseinblicke durch Dashboards zu verbessern

Traditionelle Projekte mit Top-down-Ansatz haben geringere Akzeptanz zur Folge

Traditionell weisen viele Veränderungsprojekte einen Top-down-Ansatz auf und sind leider von schlechter Kommunikation geprägt. Im Nachhinein ist es dann kein Wunder, wenn die Akzeptanz der Endanwendenden für einige Jahre – vorsichtig formuliert – problematisch bleibt.

Mittlerweile ist den meisten Anbietenden von ERP-Lösungen und auch deren Kundschaft jedoch klar, wie wichtig es ist, ihre Teams einzubinden. Dass man sie um ihre Anregungen und guten Ideen bitten muss. Und dass man sie in professionellen Kick-off-Meetings informieren sollte. Jedoch haben längst nicht alle Unternehmen erkannt, dass das „Warum“ des Projekts sowie die Wahl des richtigen Projektnamens ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen.

Einhaltung von Zeit und Budget – häufig immer noch das oberste Projektziel

Bei vielen Change-Projekten ist die Einhaltung des Zeit- und Kostenrahmens immer noch das oberste Projektziel. Und zweifellos ist das auch ein wichtiges Ziel. Aber haben Sie sich mal gefragt, was dieses Ziel für Ihre Teams bedeutet? Seien wir doch mal ehrlich. Wie hoch ist der Prozentsatz Ihrer Mitarbeitenden, der die genaue Höhe Ihres Projektbudgets kennt? Wie viele von ihnen können dieses finanzielle Ziel irgendwie beeinflussen? Und für wie viele von ihnen ist die Einhaltung des Budgets im Rahmen ihrer Aufgaben überhaupt relevant?

Ein gut gewählter Projektname kann Ihnen dabei helfen, Ihre Mitarbeitenden mehr zu involvieren. Bei der Namenswahl sollten Sie ein paar Punkte berücksichtigen.

Das ist bei der Wahl Ihres Projektnamens wichtig

  1. Gute Aussagekraft: Wer allein den Projektnamen liest, sollte direkt erkennen können, worum es in Ihrem Projekt geht.
  2. Hoher Wiedererkennungswert: Der Name sollte sich von Ihrer übrigen Unternehmenskommunikation abheben und gegenüber Ihrer Konkurrenz unverwechselbar klingen.
  3. Sympathie: Wenn sich Ihre Mitarbeitenden mit dem Namen des Change-Projekts identifizieren können, wird sie das zusätzlich motivieren.
  4. Universelle Verwendbarkeit: Ihr Projektname sollte an vielen Stellen einfach einzubinden sein – etwa auf Ihrer Website, in Office-Dokumenten, auf Social Media etc. Dazu sollte er z. B. gut lesbar sein und das Projektziel auf den Punkt bringen.

Mit dem richtigen Projektnamen die Gunst Ihrer Mitarbeitenden gewinnen

Da es bei Veränderungsprojekten um die Zukunft Ihres Unternehmens und die Beziehung zu Ihrer Kundschaft geht, sollte die Auswahl des richtigen Projektnamens für Sie eine hohe Priorität haben. Überlassen Sie diese Entscheidung also nicht einer anderen Abteilung wie etwa der IT, der Finanzabteilung oder dem Marketing.

Die Verknüpfung Ihrer strategischen Unternehmens- und Organisationsziele mit Ihrer nächsten großen ERP-Implementierung oder einer Initiative zur digitalen Transformation sollte die Zustimmung aller Mitarbeitenden gewinnen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihr Vorhaben gut zu kommunizieren und zu erklären, präsentieren Sie Ihren Mitarbeitenden etwas, für das sich „das Kämpfen lohnt“. Und es wird Ihnen dabei helfen, die Vorteile des Change-Projekts auch über den Go-Live hinaus auszuweiten. Denken Sie immer daran, dass der Projektname ein Mitspracherecht bei Ihrem Projekterfolg hat.