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Prozesse modernisieren und effizienter gestalten Digitalisierung in
der Chemiebranche

Unternehmen in der Chemiebranche 🧪 stehen vor großen Herausforderungen: Zum einen nehmen die regulatorischen Anforderungen zu, zum anderen werden Lieferketten zunehmend komplexer und der Kostendruck steigt immer weiter. Die Digitalisierung ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Prozesse in Chemieunternehmen transparenter, effizienter und sicherer zu gestalten. An dieser Stelle kommen vor allem ERP-Systeme wie Dynamics 365 Business Central ins Spiel: Sie helfen Chemieunternehmen dabei, Daten zentral zu steuern, Abläufe zu integrieren und schneller auf Marktveränderungen und neue Anforderungen zu reagieren.


Zentrale Herausforderungen für Unternehmen der Chemiebranche

Die Chemiebranche in Deutschland ist derzeit gleichzeitig mit Kosten-, Wettbewerbs- und Transformationsdruck konfrontiert. Mithilfe eines ERP-Systems wie Dynamics 365 Business Central können Sie mit diesen Herausforderungen sehr gut umgehen. Business Central ermöglicht beispielsweise integrierte Planungen, gezielte Kostenrechnungen sowie die Rückverfolgung von Produkten und Lieferungen. Auch die Automatisierung von Prozessen spielt eine entscheidende Rolle. Unternehmen können in Business Central zudem zahlreiche relevante und gesetzlich vorgeschriebene Informationen hinterlegen und verwalten.

Steigender Kostendruck

Ein zentraler Treiber der Digitalisierung in der Chemiebranche ist der zunehmende Kostendruck, dem Unternehmen ausgesetzt sind. Insbesondere hohe Energiepreise sowie schwankende Rohstoffkosten verlangen von ihnen, dass sie ihre Prozesse immer effizienter gestalten und Ressourcen optimal nutzen.

Lösung in Dynamics 365 Business Central

Wenn Sie Business Central einsetzen, können Sie Ihre Kostenrechnung differenzierter durchführen und erhalten eine deutlich bessere Transparenz über die tatsächlichen Kosten Ihrer Produkte und Prozesse. Folgendes lässt sich dort umsetzen:

  • Hinterlegung von Material-, Energie-, Maschinen-, Personal- und Gemeinkosten
  • Kalkulation von Standard-, Soll- und Ist-Kosten
  • Auswertung von Preis-, Mengen-, Verbrauchs- und Kapazitätsabweichungen
  • Deckungsbeitragsrechnung nach Produkt, Kunde, Markt, Werk oder Charge
  • Erfassung von Kostenstellen und Kostenträgern über Dimensionen
  • Simulation unterschiedlicher Rohstoff- und Energiepreisszenarien
  • Nachkalkulation abgeschlossener Produktionsaufträge
  • Integration von Energieverbrauchsdaten aus Messsystemen oder Produktionsanlagen
Beispiele aus Business Central

An Produkten bzw. Artikeln, die gefertigt werden sollen, können in Business Central Rezepturen (via Fertigungsstücklisten) hinterlegt werden.

Artikel Universalduenger

Die Fertigungsstückliste erreichen Sie über ‘Zugehörig’ -> ‘Stückliste’ -> ‘Produktion’ und anschließend ‘Fertigungsstückliste’:

Universalduenger zugehoerig

Über diese lassen sich wiederum Zutaten (via Komponenten) verknüpfen:

Fertigungsstueckliste Business Central

Außerdem lassen sich Arbeitspläne erstellen, die die einzelnen Arbeitsschritte zur Fertigung des Produkts beinhalten:

Arbeitsplan

Die Informationen können Sie im weiteren Prozessverlauf dann jederzeit im Fertigungsauftrag über die Aufrufe ‘Komponenten’ sowie ‘Arbeitsplan’ einsehen.

Fertigungsauftrag Business Central

Lösung in Microsoft Power BI

Mit den Fertigungsanalysen in Power BI für Business Central können Sie verschiedene Kennzahlen der Produktion auswerten. Dazu gehören beispielsweise Material- und Kapazitätskosten, Standardkostenabweichungen, Produktionszeiten, Ausschuss sowie die Auslastung von Arbeitsplätzen. Die Analysen unterstützen Sie dabei, Engpässe und Kostenüberschreitungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Um besser beurteilen zu können, welche Produktgruppen wirtschaftlich rentabel sind, lassen sich die entlang der Wertschöpfungskette anfallenden Kosten systematisch erfassen und auswerten. Eine Möglichkeit hierfür ist die Cost-to-Serve-Rechnung, bei der verschiedene Kostenbestandteile berücksichtigt werden. Für ein Chemieunternehmen könnte eine solche Rechnung beispielsweise folgende Kosten umfassen:

  • Rohstoffkosten je Rezeptur oder Produktionsstückliste
  • Energieverbrauch je Arbeitsplatz oder Verfahrensschritt
  • Rüst-, Reinigungs- und Laborzeiten
  • Verpackungs- und Gefahrgutkosten
  • Lager- und Transportkosten
  • Vertriebskosten und kundenspezifische Anforderungen
  • CO₂-Kosten

Die Cost-to-Serve-Rechnung dient dazu, die gesamten Kosten für die Betreuung von Kunden, die Abwicklung von Aufträgen oder die Bereitstellung von Produkten und Vertriebskanälen zu ermitteln. Im Unterschied zu einer reinen Deckungsbeitragsbetrachtung werden dabei zusätzlich prozessbezogene Kosten berücksichtigt. Auf diese Weise können Sie die Wirtschaftlichkeit verschiedener Kunden, Produkte oder Vertriebskanäle umfassender bewerten und potenziellen Optimierungsbedarf identifizieren.

Lieferkettenrisiken und zunehmende Komplexität

Chemieprodukte sind häufig Teil globaler Wertschöpfungsnetzwerke, in die zahlreiche Lieferanten, Produktionsstandorte und Kundinnen und Kunden involviert sind. Diese komplexen Strukturen erfordern eine hohe Transparenz und eine effiziente Koordination der einzelnen Prozessschritte. Dazu kommt, dass viele Chemieunternehmen auf internationale Rohstoff-, Energie- und Transportströme angewiesen sind. So kann es zu Beeinträchtigungen kommen, wenn geopolitische Konflikte oder Handelsbeschränkungen auftreten oder einzelne Lieferanten kurzfristig ausfallen.

Lager-Roboter
Digitalisierte Lager- und Materialflüsse ermöglichen Chemieunternehmen eine effiziente Verwaltung von Gebinden und Ladungsträgern.

Lösung in Dynamics 365 Business Central

In Business Central finden Sie folgende Funktionen, die Sie in dieser Hinsicht unterstützen:

  • Lieferantenbewertung nach Preis, Qualität, Liefertreue und Risiko
  • Mehrere Bezugsquellen pro Rohstoff
  • Mindest- und Sicherheitsbestände
  • Wiederbeschaffungszeiten und Beschaffungsparameter
  • Chargen- und Ursprungsinformationen
  • Freigabeworkflows für neue Lieferanten
  • Hinterlegung von Zertifikaten und Prüfunterlagen
  • Automatisierte Warnungen bei Lieferverzug
  • Bestandsreichweiten und Fehlteillisten
  • Anbindung externer Risiko- oder Bonitätsplattformen

Zusätzlich können Workflows in Power Automate zum Einsatz kommen, um automatisch eine Meldung an den Einkauf und die Qualitätssicherung zu senden, wenn zum Beispiel Lieferantenzertifikate auslaufen oder Sicherheitsdatenblätter fehlen.

Schwache Nachfrage und volatile Absatzmärkte

Schwache Exporte, starker internationaler Wettbewerb und eine geringe Auslastung von Produktionsanlagen erschweren die Planung von Produktion und Investitionen in der Chemiebranche. Zusätzlich sorgen wirtschaftlicher Druck und unsichere Rahmenbedingungen dafür, dass langfristige Planungen schwieriger werden.

Lösung in Dynamics 365 Business Central

Business Central kann verschiedene Unternehmensbereiche wie Vertrieb, Einkauf, Lager und Produktion in einer gemeinsamen Planung zusammenführen. Dadurch lassen sich unter anderem folgende Themen abbilden:

  • Absatzprognosen nach Produkt, Kunde und Zeitraum
  • Bedarfsplanung mit MRP und MPS
  • Sicherheitsbestände und Wiederbeschaffungszeiten
  • Produktions- und Einkaufsplanung
  • Auslastung von Arbeitsplätzen und Maschinen
  • Rahmenaufträge und Lieferabrufe
  • Alternative Lieferanten und Ersatzartikel
  • Verschiedene Szenarien bei schwankender Nachfrage

Um mit der unsicheren Wirtschaftslage umzugehen, können Sie eine rollierende Sales-and-Operations-Planung (S&OP) einsetzen. Dabei erstellt der Vertrieb regelmäßig Absatzprognosen, der Einkauf bewertet die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Lieferzeiten, während die Produktion Kapazitäten und mögliche Engpässe prüft. Anschließend bewertet das Controlling die Auswirkungen auf Kosten, Marge und Liquidität, bevor die Geschäftsführung eine Entscheidung über das weitere Vorgehen trifft.

Business Central stellt dafür die notwendigen Daten aus den operativen Prozessen bereit. Mithilfe von Power BI können diese Informationen zusätzlich visualisiert und beispielsweise Szenarien, Bestandsreichweiten, Kapazitätsauslastungen und finanzielle Auswirkungen übersichtlich dargestellt werden.

Rückverfolgbarkeit, Qualität und Produkthaftung

In der Chemiebranche ist es essenziell, dass sich Rohstoffe, Zwischenprodukte, Fertigprodukte und Lieferungen chargengenau rückverfolgen lassen. Insbesondere bei Qualitätsabweichungen oder Reklamationen ist eine schnelle Nachverfolgung der betroffenen Chargen erforderlich. Dabei können unter anderem folgende Informationen relevant sein:

  • Zuordnung von Rohstoffen zu Produktionschargen
  • Identifikation der belieferten Kundinnen und Kunden
  • Dokumentation von Prüfergebnissen und Freigaben
  • Ermittlung betroffener Restbestände
  • Nachverfolgung der beteiligten Lieferanten entlang der Lieferkette

Lösung in Business Central

In Business Central lassen sich Chargen über die Artikelablaufverfolgung nachverfolgen. Dort wird von der Produktion bis zur Auslieferung des Artikels alles lückenlos dokumentiert.

Öffnen Sie dazu eine Artikelkarte. Navigieren Sie zu ‘Aktionen’ -> ‘Artikelablaufverfolgung’:

Aktionen Artikelablaufverfolgung

Mit der Einführung des Quality Managements in der Business Central 2026 Release Wave 1 wurden Funktionen zur Unterstützung des Qualitätsmanagements in Business Central bereitgestellt. Damit können Sie Qualitätsprüfungen in verschiedenen Prozessbereichen durchführen, beispielsweise beim Wareneingang, während der Produktion, in der Montage sowie in Lagerprozessen. Darüber hinaus stehen Funktionen für Prüfvorlagen, die Erfassung von Messwerten, die Bewertung anhand definierter Kriterien sowie die Verwaltung von Quarantänebeständen, Chargensperren und nachgelagerten Prozessabläufen zur Verfügung.

Ein möglicher Ablauf eines Wareneingangs- und Qualitätsprüfungsprozesses kann wie folgt aussehen:

  1. Der Wareneingang einer Rohstoffcharge wird erfasst.
  2. Für die Charge wird eine Qualitätsprüfung angelegt.
  3. Bis zum Abschluss der Prüfung bleibt die Charge gesperrt.
  4. Die relevanten Prüf- und Messwerte werden dokumentiert.
  5. Auf Grundlage der Prüfergebnisse erfolgt die Freigabe der Charge oder eine weitere Bearbeitung.
  6. Im Falle von Abweichungen können Maßnahmen wie die Einlagerung in einen Quarantänebereich, eine Reklamation beim Lieferanten oder die Entsorgung der Charge eingeleitet werden.
  7. Die erfassten Prüfergebnisse können dabei mit den zugehörigen Informationen, beispielsweise zu Lieferanten, Artikeln und Chargen, verknüpft und dokumentiert werden.

Sollten in Ihrem Unternehmen weitergehende Anforderungen bestehen, beispielsweise die Integration eines Laborinformations- und Managementsystems (LIMS), die statistische Prozesskontrolle oder das Management von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen (CAPA), kann es je nach Anwendungsfall erforderlich sein, dass Sie mit einer ergänzenden Softwarelösung arbeiten.

Regelkonformes und effizientes Gefahrstoffmanagement und Dokumentationspflichten

Eine Kernaufgabe von Chemieunternehmen ist das Management von Gefahrstoffen. Das Gefahrstoffmanagement umfasst alle Maßnahmen zur sicheren und rechtskonformen Verwaltung von Gefahrstoffen innerhalb eines Unternehmens. Ziel ist es, die Risiken für Mitarbeitende, Umwelt und die betrieblichen Ressourcen zu minimieren und sicherzustellen, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden und eine korrekte, lückenlose Dokumentation gewährleistet ist.

Die rechtlichen Anforderungen an das Gefahrstoffmanagement werden maßgeblich durch europäische Regelwerke bestimmt. Eine zentrale Grundlage bildet die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Sie regelt wesentliche Anforderungen an den Umgang mit Chemikalien, darunter deren Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung sowie den Informationsfluss innerhalb der Lieferkette.

Gefahrstoffe in der Chemiebranche
Der sichere Umgang mit Gefahrstoffen wird durch digitale Transparenz und lückenlose Dokumentation ermöglicht.

Lösung in Business Central

Business Central kann in diesem Zusammenhang folgende Informationen verwalten:

  • Stoff- und Produktstammdaten
  • Gefahrstoffklassen
  • UN-Nummern und Transportklassifizierungen
  • Sicherheitsdatenblätter
  • REACH-Registrierungsinformationen
  • Verwendungsbeschränkungen
  • Kunden- und landesspezifische Kennzeichnung
  • Zertifikate mit Versions- und Gültigkeitsdatum
  • Freigabestatus von Stoffen und Produkten
  • Dokumentation ausgelieferter Produkt- und Chargenversionen

In Verbindung mit SharePoint und Microsoft 365 können Sie eine strukturierte und kontrollierte Dokumentenverwaltung einrichten. Darüber hinaus lässt sich der Prüfungs-, Freigabe- und Verteilungsprozess von Dokumenten, beispielsweise von Sicherheitsdatenblättern, mithilfe von Power Automate unterstützen und automatisieren.

Nachhaltigkeit und regulatorische Anforderungen

Nachhaltigkeitsvorgaben spielen ebenfalls eine immer größere Rolle in der Chemiebranche. Da Themen wie CO₂-Reporting, Kreislaufwirtschaft und ESG-Vorgaben immer relevanter werden, nimmt auch der Bedarf an detaillierten und verlässlichen Daten über Materialien, Produktionsprozesse und Lieferketten zu. Mithilfe digitaler Technologien können Unternehmen entsprechende Daten automatisiert erfassen und auswerten und dadurch sehr viel Zeit sparen.

Lösung in Business Central

Business Central beinhaltet ein Nachhaltigkeitsmodul, das erstmals mit der 2024 Release Wave 1 veröffentlicht wurde. Seitdem wurde der Funktionsumfang kontinuierlich erweitert. Es enthält mittlerweile vor allem folgende Funktionen:

  • Erfassung und Verwaltung von Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen
  • Verarbeitung von CO₂-, CH₄- und N₂O-Werten
  • Erfassung von Wasser- und Abfallintensitäten
  • Verwaltung von Emissionsfaktoren
  • Nachhaltigkeitsjournale
  • Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten über Einkaufsbelege und Sachposten
  • Interne CO₂-Gebühren
  • CO₂-Gutschriften
  • Umrechnung der Emissionen in CO₂-Äquivalente (CO₂e)
Chemiespezifischer Ansatz

Im chemischen Umfeld können Emissionsfaktoren für unterschiedliche Ressourcen und Prozessschritte hinterlegt werden. Beispiele hierfür sind:

  • Eingekaufte Rohstoffe
  • Strom, Gas und Dampf
  • Produktionsarbeitsplätze
  • Verpackungen
  • Transportarten
  • Entsorgung
  • Externe Lohnfertigung

Auf dieser Grundlage können CO₂-Emissionen künftig produkt- oder chargenbezogen erfasst und ausgewertet werden. Für die Erstellung eines belastbaren Product Carbon Footprint reicht der Funktionsumfang von Business Central jedoch in der Regel nicht aus. Insbesondere für die Einbindung realer Messdaten, die Abbildung von Massen- und Energiebilanzen, die Anwendung geeigneter Allokationsmethoden sowie die Berücksichtigung komplexer Produktions- und Standortstrukturen sind in der Praxis häufig spezialisierte Erweiterungen oder integrierte Nachhaltigkeitslösungen notwendig.

Auf einen Blick: Die Rolle eines ERP-Systems für Ihr Unternehmen in der Chemiebranche

Diese Vorteile bringt die Nutzung des ERP-Systems Dynamics 365 Business Central für Unternehmen der Chemiebranche insbesondere mit sich:

  • Zentrale Datenbasis: In Business Central greifen Einkauf, Produktion, Lager, Vertrieb, Finanzbuchhaltung und Controlling auf dieselbe einheitliche Datenbasis zu. Das verbessert die Transparenz, erhöht die Datenqualität und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen.
  • Fundierte Wirtschaftlichkeitsanalysen: Mithilfe von Deckungsbeitragsrechnungen, Cost-to-Serve-Analysen und Power BI lässt sich besser bewerten, welche Produkte, Kunden, Märkte oder Vertriebskanäle wirklich profitabel sind. Außerdem wird sichtbar, wo es noch Optimierungspotenziale gibt.
  • Optimierte Produktionsplanung: Business Central verknüpft Absatzprognosen, Bedarfsplanung (MRP/MPS), Kapazitätsplanung sowie Produktions- und Einkaufsplanung. Dadurch lassen sich Materialverfügbarkeit, Kapazitäten und Produktionsaufträge besser aufeinander abstimmen.
  • Effizientere Nutzung von Ressourcen: Auf Basis von Rezepturen, Fertigungsstücklisten, Arbeitsplänen und Produktionsaufträgen können Sie den Einsatz von Materialien, Personal und Maschinen effizient planen und Ausschuss und Stillstandzeiten reduzieren.
  • Automatisierte Workflows und Freigabeprozesse: Mit Dynamics 365 Business Central und Power Automate können Genehmigungen, Benachrichtigungen und wiederkehrende Prozesse automatisiert ablaufen. So lassen sich beispielsweise Bestellungen, Lieferantenfreigaben und die Verwaltung von Sicherheitsdatenblättern und Zertifikaten vereinfachen.
  • Höhere Transparenz in der Lieferkette: Funktionen wie Lieferantenbewertungen, Sicherheitsbestände, alternative Bezugsquellen, Wiederbeschaffungszeiten sowie Chargen- und Ursprungsinformationen helfen Ihnen dabei, Lieferkettenrisiken frühzeitig zu erkennen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit: Rohstoffe, Zwischenprodukte und Fertigerzeugnisse lassen sich chargengenau vom Wareneingang über die Produktion bis zur Auslieferung nachvollziehen. Dadurch ist es einfacher, auf Reklamationen und Rückrufaktionen zu reagieren und zu ermitteln, wie es zu Qualitätsabweichungen gekommen ist.
  • Unterstützung des Qualitätsmanagements: Qualitätsprüfungen, die im Wareneingang, in der Produktion oder im Lager stattfinden, können strukturiert dokumentiert werden.
  • Regulatorische Compliance: Business Central unterstützt Sie bei der Verwaltung von Dokumentationen, Zertifikaten, REACH-bezogenen Informationen sowie Sicherheitsdatenblättern und schafft so eine solide Grundlage, um regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Sollten in Ihrem Unternehmen spezialisierte Anforderungen mit Blick auf das Gefahrstoffmanagement bestehen, können zusätzliche Add-ons aus dem Microsoft Marketplace integriert werden.
  • Nachhaltigkeits- und ESG-Reporting: Das integrierte Nachhaltigkeitsmodul in Business Central unterstützt Sie bei der Erfassung von Emissionen, Energieverbräuchen und weiteren Nachhaltigkeitskennzahlen. Dadurch besteht nicht nur die Möglichkeit, CO₂-Emissionen zu analysieren, sondern auch regulatorische Berichtspflichten lassen sich effizienter erfüllen.
  • Leistungsstarke Datenanalysen: Mithilfe der Integration von Power BI können Sie anhand von Produktionskennzahlen, Kostenentwicklungen, Kapazitätsauslastungen oder Nachhaltigkeitsdaten effiziente, datenbasierte Entscheidungen treffen. Zudem können Kennzahlen übersichtlich visualisiert werden.
  • Skalierbarkeit und Flexibilität: Business Central wächst mit den Anforderungen Ihres Unternehmens und kann durch branchenspezifische Erweiterungen, beispielsweise für das Gefahrstoffmanagement, je nach Bedarf erweitert werden.
Glaeser im Labor
Chemiebranche: Die digitale Transformation Ihrer Prozesse beginnt mit der richtigen ERP-Lösung.

Fazit

Die digitale Transformation und insbesondere Business Central können Ihr Unternehmen in der Chemiebranche ganz gezielt dabei unterstützen, schneller und besser auf die Herausforderungen der Branche und auf Veränderungen zu reagieren.

Es ist sinnvoll, eine Gesamtlösung aufzubauen, bei der Microsoft Dynamics 365 Business Central die zentrale Plattform bildet. Bereits mit dem Standardumfang (insbesondere dem Fertigungsmodul) lassen sich viele relevante Prozesse effizient abbilden. Je nachdem, welche spezifischen Anforderungen in Ihrem Unternehmen bestehen, können Sie diesen Funktionsumfang jedoch gezielt erweitern.

Ergänzend können Sie die Power Platform und Microsoft 365 einsetzen, um Prozesse zu automatisieren und Informationen zentral bereitzustellen. Für branchenspezifische Anforderungen, beispielsweise in den Bereichen Labor, EHS oder Gefahrstoffmanagement, lassen sich spezialisierte Add-Ons nahtlos integrieren. So setzen Sie auf eine flexible Gesamtlösung, die den Standard von Business Central optimal nutzt und gleichzeitig individuelle Anforderungen berücksichtigt.

Digitalisierung in der Chemiebranche: Unsere Expertise

Wir bei AGOLUTION kennen die Herausforderungen und Stolpersteine, die ERP-Projekte mit sich bringen und verstehen es, damit umzugehen. Zudem können wir Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Chemiebranche vorweisen. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie ein ERP-Projekt planen und einen verlässlichen Partner mit Erfahrung und Branchenkenntnis suchen.